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Alte Wunden

Auch eines meiner neueren Gedichte, aus der letzten Zeit. Ach ja, die Frauen und die Liebe :)

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Alte Wunden

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Ein Geist aus den vergangnen Tagen

hat mich im Neuen heimgesucht,

ein Riss, der bracht mir viel Verzagen,

war ihm gebundem wie verflucht,

kam mir zur Seite, unverhofft,

reisst an den Wunden die verschofft,

noch nicht vernarbt noch auf mir prangen,

und weckt erneut ein tief Verlangen.

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Es war ein Traum, ich weis es noch,

der mich gefangen nahm und doch

war nichts in desem Traume so

wies war versprochen, nirgendwo

war jene Reinheit mir gewährt,

die mich durch Sehnsucht aufgezährt

und bitter war das Eigenbild

das dort das Streben mir enthüllt,

als ich nach jener Köngi`n griff

die keine sein wollt, krumm und schief

war es gewesen, voll erfüllt

von Liebeswahnes Zerrgeblid.

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Ach lang war einst, nicht lange her,

der Kampf und schmerzlich war er sehr,

in dem ich Freiheit mir erstritt

von Rausch und Traumers Teufelsritt,

mich losgemacht von jenem Nichts,

das brünstig mir das Herz erhitzt

und das ich dort trotzt Gegenzeig

niemals jemals wollte entlassen,

bis dann das falsch gedachte Wir

versengend mich zwang loszulassen.

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Und nun auf meiner neuen Suche, auf meinem Weg zum wahren Wir,

wo ich mich fast schon findend glaubte da überkommts mich, flüstert mir,

das das was mich gefunden hatte, was langsam sich mir näher schlich,

weil ich nicht Wehr noch Rüstung setzte als Zeit uns band als sie verstrich,

das ich nicht Feuer, auch nicht Brennen für diese Zweisamkeit empfand,

nicht Reissen, Brennen das dereinst die Grenzen sengte und verbrannt.

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Denn`s Brennen war bei jenem Geist,

ein Brennen das noch immer reisst,

obwohl der Tausch sich hart darstellt

und das was funktioniert vergällt

zu gunste eines Zauderspiels

das gar so närrisch tor auch ist,

so ohne Sicherheit, Gewähr,

gab ich mich jenem Wunsche her,

und legte Einsamkeit erneut

ums Herze nur das ich beteuert

was ich im Fieberwahne sprach,

was bös vergolten war, doch ach,

wie ich auch denk das ich es treib,

so zeigts am Ende nur die Zeit.

Grabeswunsch

Das hier ist mein neustes Gedicht. Es ist ebenfalls sehr Metahphorisch. Ich fand den vergleich der Vergangenheit mit einem Grab sehr reitzvoll. Denn man kann sich die vergangenheit in Gedanken immer wieder zurückholen, doch wenn man sie zurücksehnt, ist das meist recht belastend. Und ich habe auch ein bisschen was neues ausprobiert im "Reimschema"

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Grabeswunsch

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Ach die Welt hat viele Gräber, viele Gurften und sie sind

der Ruheplatzt des Vergangen,

schön geschückt und hübsch verziehrt,

das sich nicht zu schnell verliert,

jener Glanz der darum war, was auch immer es gewesen,

jener Wert den einst gebar, jenes fast vergessne Wesen.

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Und gehen wir vorbei am Grab, am Ruheplatzt am ruhigem Ort,

so schenken wir ein Lächeln, ein Nicken dem Begrabnen dort

und grüßen sanft was dort gemacht,

ein Fundament für uns erdacht

und eingemauert von der Zeit dort unser Lebenstreiben trägt,

doch fallen auch viele Tränen hier wenn man den Fluss der Zeit verrät.

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Denn einige die halten inne und bücken sich stumm über Blumen,

die weis und schwarz und gut gehegt, zum Schmuck die tiefe Erde säumen

und weinen still ein Trauerlied

das mit der Zeit alles verfliegt

und das die Liebe nimmer siegt

weil dort das Lieb begraben liegt.

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Und manche auch die bleiben liegen und trauern lange überm Grab

und einige davon, die können nimmer davon ab,

doch dann, dann regen sie sich plötztlich und scharren, graben durch die Zeit,

und mühen sich und halten dann in ihren Händen schlaff den Leib,

der von dem Heil des Lebens lange schon verlassen ist.

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Wenn einer nur, nur einer von ihnen,

die am Grabe soweit gingen,

es machen könnt das Leben kehrt, zurück in diesen Leib,

es wäre ganze Welten wert und das die Liebe ewig bleibt,

es wäre alles Leben wert dies eine dort neu zu beleben

und dieser wär der größte Narr, verdammt im unheiligsten Streben.

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Traumgespenst

Dieses Gedicht ist recht neu, so zweieinhalb Monate denke ich. Ich habe es, wie einige Gedichte in letzter Zeit, auf meinem Handy getippt. Auf der Rückfahrt von einem Firmenfest. Es hat sehr viel Spaß gemacht, diesen Gedicht zu schreiben.

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Traumgespenst

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Lang bin ich umhergeschlichen, durchs Schattenland am Rand der Welt,

mit lautlos samten weichen Schritten wies all der Stille hier gefällt,

von einem in den nächsten Schatten hab ich mich rings umher getan

und immer hinter Schattenwänden kam nie ein Licht an mich heran.

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Und bleich und fahl würd ich mich zeigen, würd man mich in dem Dunkel sehn,

von elfenbeinern edlem Anglitzt und für die Sonne viel zu schön,

das man ihr meine Haut hingebe, das man sie sengen, reißen lässt,

weil meine einsam schöne Kälte doch gar so zahrt kristallen ist.

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Und länger, länger war verloren,

war eins ich mit der dunklen Kält,

bis ich mich wandelte, verblasste, in geistlich dünnes und engelsschön,

gedankenleichtes Ätherbildnis, um dort die andere Welt zu sehn.

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Ein Traumgespenst bin ich geworden, bin weit über die Grenze nun,

wach hoch erhaben in der Stille, umnebelnd schweb um dich herum,

wo`s Traumland mit der Welt sich beisst, die Zeit mir nicht ein Übel kann,

wo ich dich fange, dich zerreißt, was nur im Traum erreicht sein kann.

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Das endlos Unverfallene, das ewig glückseelige Nichts,

wo ich dein Herz ganz sanft hinführe. All diese Welt ist mein Besitzt,

wo ich dich sah, kam dich zu jagen, und schlich so durch die Schatten mich,

das ich dich hole und dich binde, bis übern Tod begehr ich dich,

so nehm ich dich in meine Arme, ganz sanft und kalt in meine Welt,

so leg dich nieder in die Liebe, das von dir Leid und Leben fällt.

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Wolkennarben

Dieses Gedicht habe ich in Kassel geschrieben, In einer "wilden Zeit":) in der ich recht produktiv war. Vor ca. 1 oder 1,5 Jahren. Es ist sehr bildlich und metaphorisch und ich mag diesen Stil sehr gerne.

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Wolkennnarben

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Durch Wolkennarben sieht der Himmel auf mich

und an den Kanten gerissenes Licht

fällt am Ende der Tage zum Boden hinab,

still harrt die Welt  und wartet ab,

hält den Atem an, zwischen Tag und Nacht,

wo Zwielicht aus Sehnsucht höhnisch Bilder schafft,

da stehe ich, am Ende der Welt,

allein, und hör wie sie zerfällt.

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Ich hör ein Reißen im Himmelszelt,

spür wie durch die Wunden die Nacht einfällt,

fühl wie langsam, kalt die Nacht mich umschlingt

die seufzend Sehnsucht und Einsamkeit bringt

und in dem Nichtlicht des Dunkels ohne Mond

ist Verwirrung des Suchenden erster Lohn.

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So, wie nun die Nacht hinaufgestiegen, so steigt’s nun auch in mir

und weckt die alte, oft verfluchte, ureigene Gier

die altbekannt und wohlgeliebt

mich wärmend erfüllt und wegzieht,

weg, von diesem Ende der Welt,

wo nur die Einsamkeit mich hält

und lockt mich in Gedanken zu reisen,

in Gedanken um unerreichte Schönheit zu kreisen,

um Schönheit und um ewiges Leid,

ach heißgeliebtes Gedankenkleid,

aus Rabenfedern mit Schwingen so weit,

beschwör dich, so trag mich bis ans Ende der Zeit!

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Mensch und Zeit

Das ist eins meiner ersten Gedichte. Ich habe es vor etwa 3 Jahren geschrieben.

Ich mag das Gedicht recht gern, weil es echt nett gereimt und relativ leicht ist. So fließend :)

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Mensch und Zeit

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Lautlos ziehen die Gezeiten,

Welle für Welle, Wort für Wort,

um schleichend Wandel zu verbreiten,

im Menschen, Zeitalter und Ort,

und stetig schreitet sie voran,

die Zeit die alles mit sich reißt,

die Wunden fügt und Wunden heilt,

Vergang'nes ist, Zukunft verheißt,

und seit unendlich alten Tagen

Segen ist und Fluch zugleich.

Lässt uns werden und vergehen,

in jenem Angesicht ist gleich,

ein jeder Mensch, so klein und bleich,

so ohne Macht, bedeutungslos,

und doch: so sind wir in den Köpfen

der Einzelnen unendlich groß,

denn klein, wie wir auch seien mögen,

betrachtet vom Standpunkt der Zeit,

so groß sind wir in uns'rem Leben,

weil dort nichts ist, uns mehr verheißt

als das, was wir selbst in uns sehen:

der Mittelpunkt der kleinen Welt,

die dann und wann, in bösen Zeiten,

so hoffnungslos zusammenfällt

und dann in einer besseren Zeit

wieder erblüht, erstarkt, gefällt.

So sei dir klar Mensch dass dein Leben

nur in deinem Kopfe zählt.

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